BU-Versicherung: Politik erwägt Reform der Privatvorsorge

Pressemitteilung von transparent-beraten.de Maklerservice UG (Versicherungsmakler Berlin)

Kategorie: Finanzen, Recht, Versicherungen



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Die Berufsunfähigkeitsversicherung gilt gemeinhin als ganz wichtige private Absicherung für Berufstätige. Dennoch verzichten immer mehr Arbeitnehmer und Selbständige auf diesen elementaren Schutz. Begründet wird das damit, dass die Versicherer im Versicherungsfall nur eingeschränkt zahlen und dass eine Annahme des Antrags durch den Versicherer oft nur mit Einschränkungen der Leistungen oder gegen hohe Kosten gesichert sei. In der Folge bleiben viele Berufstätige ohne diesen wichtigen Schutz. Immer häufiger fordern deshalb Politiker eine Abkehr von der Regelung, nach der die gesetzlichen Versicherungsträger keine Berufsunfähigkeitsversicherung zahlen. Es bleibt abzuwarten, wie man sich in den kommenden Monaten im Wahlkampf positioniert und wie sehr die Parteien sich hier am Ende in ihrem Wahlprogramm differenzieren. Derzeit steht die Forderung nach einer „Jedermann-BU“ im Raum. Hierzu weiterlesen auf www.xn--berufsunfhigkeitsversicherungen-testsieger-esd.de/2016/07/27/berufsunfaehigkeitsversicherung-fuer-jeden-kann-das-funktionieren/

Gesetzliche BU-Versicherung greift nur eingeschränkt

Nach diversen Rentenreformen aus den letzten Jahren ist heute nur noch ein sehr eingeschränkter Kreis von Berufstätigen durch die gesetzliche Berufsunfähigkeitsversicherung geschützt. Wer nach dem 01. Januar 1961 geboren ist, hat keinerlei Anspruch mehr auf eine gesetzliche Berufsunfähigkeitsversicherung. Für diese Versicherten greift nur noch die Erwerbsminderungsrente, die aber sehr strenge Vorgaben an den Versicherungsfall vorsieht. Eine volle Erwerbsminderungsrente wird zum Beispiel nur noch gezahlt, wenn der Versicherte weniger als drei Stunden pro Tag am Erwerbsleben teilnehmen kann. Dabei spielt es keine Rolle, ob er in seinem bisherigen Beruf arbeitet oder eine beliebige andere Tätigkeit mit geringerer Vergütung annimmt. Sofern man zwischen drei und sechs Stunden arbeiten kann, erhält man sogar nur eine halbe Erwerbsminderungsrente. Im Ergebnis sind vor allem jüngere Arbeitnehmer und Selbständige von staatlicher Seite nur noch sehr eingeschränkt bei Berufsunfähigkeit geschützt. Eine private Vorsorge ist deshalb dringend nötig.

Private BU-Versicherung ist teuer

Obwohl die private Absicherung so elementar wichtig ist, bekommen viele Berufstätige keine bezahlbare Versicherung mehr. Wer in einem Risikoberuf arbeitet oder eine Vorerkrankung im Versicherungsantrag angibt, muss damit rechnen, dass die Versicherungsprämie erheblich steigt. Oft ist auch mit Leistungsausschlüssen zu rechnen, oder der Versicherungsantrag wird vollständig abgelehnt. Vor diesem Hintergrund verzichten viele Berufstätige ganz auf den wichtigen Schutz vor Berufsunfähigkeit. Im Ergebnis werden deshalb zunehmend Forderungen nach einer Jedermann-BU laut. Sie ähnelt der früheren gesetzlichen Berufsunfähigkeitsversicherung, wird aber auf die privaten Versicherer abgewälzt.

Ein Verlustgeschäft für die Privatversicherer

Folgt man den bisherigen Forderungen aus der Politik, müssten die privaten BU-Versicherer in Zukunft jeden Kunden unter Vertrag nehmen. Dabei wäre es auch unerheblich, ob er in einem nicht zu versichernden Risikoberuf arbeitet oder gravierende Vorerkrankungen hat. Im Ergebnis würde das Risiko vollständig auf den Versicherer verlagert, er müsste auch Berufstätige unter Vertrag nehmen, bei denen der Eintritt der Berufsunfähigkeit sehr wahrscheinlich ist. Um eine Berufsunfähigkeitsversicherung überhaupt noch anbieten zu können, dürften die Prämien massiv steigen. Anderenfalls würde sich die BU-Sparte vermutlich zu einem Verlustgeschäft entwickeln, die von anderen Versicherungszweigen zu subventionieren wäre. Es bleibt abzuwarten, ob man aus der Politik heraus an dieser Forderung festhält oder ob man erleichternde Regelungen für die Versicherten oder für die Versicherer schafft. Es könnte durchaus sein, dass der nahende Wahlkampf hier noch die eine oder andere Überraschung für die Versicherten mit sich bringt.

Katharina Krech - Kauffrau für Versicherungen und Finanzen (IHK) von transparent-beraten.de meint:

„Das es einige Verbraucher schwer haben eine Berufsunfähigkeitsversicherung zu bekommen ist nicht zu leugnen. Gerade Risikoberufe oder Menschen die Vorerkrankungen haben, werden meistens gleich bei jeder Gesellschaft abgelehnt. Somit ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung für diese Leute unerreichbar. Eine BU welche für Jedermann zu haben ist, ist von den privaten Versicherern jedoch nicht zu tragen, da wie oben beschrieben, dies ein reines Verlustgeschäft wäre. Nichts desto trotz, muss man sich Gedanken darüber machen und auch Lösungen finden, für Leute die keine Chance auf eine private BU haben. Eine neue gesetzliche Regelung wäre somit sinnvoll. Die bisherige Regelung, nur eine Erwerbsminderungsrente zu erhalten wenn man weniger als 3 Stunden arbeiten kann, kann hier nicht die Lösung sein.“

 

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