Buch-Tipp: „Dieser Stern am Himmel ist meiner, er trägt den Namen Sina“ Der plötzliche Tod einer 12-Jährigen

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15.06.2016

Kategorie: Kinder


Pressemitteilung multiple-arts

Fuer: Inhalt: „Meine pubertierende zwölfjährige Tochter, gesund und glücklich, kränkelte plötzlich mit Husten und Schnupfen. Ich fuhr mit ihr zum Hausarzt und, als es dramatisch schlimmer wurde, zur Notfallstation. Sie bekam Medikamente gegen das Erbrechen und wir wurden nach Hause geschickt. Dort starb mein krampfendes, nicht mehr ansprechbares Kind nur eineinhalb Stunden später in meinen Armen.

Ein Schock, den nur nachvollziehen kann, wer Ähnliches erlebt hat. Es zieht einem den Boden unter den Füßen weg, eine Welt stürzt ein. Zwei Jahre habe ich mit Hilfe einer Therapeutin, meiner Familie und meiner Freunde daran gearbeitet, Stück für Stück ins Leben zurückzufinden.

Mit meiner Erzählung möchte ich ähnlich Betroffenen sagen, dass all ihre Gedanken, ihre Verzweiflung, ihre Vorwürfe, ihre Wut sein dürfen und zu dem Weg gehören, den man gehen muss. Jeder hat seine eigene Weise, mit einem solchen Schicksalsschlag fertig zu werden, doch es kann tröstlich sein, wenn man liest, dass und wie andere so etwas verarbeiten und daran wachsen.“

• Autorin: Petra Schaub

Gebundene Ausgabe: 208 Seiten

• Verlag: edition fischer (10. November 2015)

• Sprache: Deutsch

• ISBN-10: 3864550408

• ISBN-13: 978-3864550409

Der ERLÖS des Buches geht an www.kindertagesklinik.ch

Meine Rezension:

Vorab: 3 Worte: echt, stark, authentisch!

Und: gefühlvoll, zum Weinen und auch zum Schmunzeln, immer aber nah am Leben - und am Tod.

Und nochmal vorab: es fällt mir schwer eine „Rezension“ zu schreiben, denn dieses Buch ist anders und ergreifend. Ich hatte Angst vor dem Inhalt, als ich gefragt wurde, ob ich das Buch rezensieren wolle und es zugeschickt bekam. Aber mich erwartete ein besonderes Buch, das mich mitriss und eins lehrte: Seine Kinder zu erleben und zu lieben ist ein Geschenk.

Sinas Mama verarbeitet in ihrem Buch sehr alltagsnah mit großer Wertfreiheit und Offenheit den tragischen plötzlichen Tod ihrer 12-jährigen Tochter Sina.

Sie erzählt zu Beginn von ihrem Leben mit der Familie, und Sinas Freundinnen, berichtet dann vom tragischen Ereignis des Krankwerdens bis hin zum Tod und im anschließenden Teil berichtet sie über Medikamente und erzählt von ihrer Trauer-Bewältigung.

Ein unglaublich ergreifendes, starkes Buch; eine unglaubliche Geschichte eines außergewöhnlichen Mädchens und einer taffen Mutter, die zu ihren Gefühlen steht, sich Hilfe sucht und annimmt und ihren Weg der Trauer-Bewältigung geht. Ein Mut-Mach-Buch, das unter die Haut geht

Ich kann nicht anders als zu sagen, dass ich begeistert bin von diesem Werk! Trotz des traurigen Themas oder gerade deswegen. Mir gefällt die Art und Weise, wie Petra Schaub ihr Schicksal annimmt und sich ihren Weg durch das tiefe Tal der Trauer sucht, wie sie Dinge und Situationen genauestens beleuchtet und somit versucht, dem tieferen Sinn des Lebens und des Todes auf den Grund zu gehen - und es auch schafft.

Sie findet unter Anderem Hilfe und Sinngebung durch ein „Medium“ und stellt dies als ihre individuelle Form der Hilfe dar – authentisch, wie das ganze Buch. Sie berichtet von sich und ihrem eigenen Weg.

Interessant finde ich auch, welche „Schlussfolgerungen“ sie aus dem Tod ihrer Tochter zieht, welche Wege sich dadurch für sie geöffnet haben oder sie nun sensibler im Umgang mit verschiedenen Situationen geworden ist.

Ich habe Hochachtung vor diesem Werk, vor dieser Frau und ihrer Familie und habe Sina lieben gelernt – denn sie ist der eigentliche „Star“ des Buches, der sie auch immer sein wollte.

Als Mutter, Pädagogin und selbst Autorin empfinde ich das Buch als „rund“ und vor allem als eins: als Bereicherung!

Danke an Petra Schaub, dass sie ihre Trauerbewältigung in Worte gefasst hat und somit sicherlich vielen Menschen und auch betroffenen Eltern helfen kann. Diese ehrliche Wut, das Hinterfragen und Anzweifeln, das Loslassen und Akzeptieren – Gänsehaut pur und dies alles ruft tiefe Anteilnahme in mir hervor - und Respekt!

Die winzig kleinen Holperer in der Sprache sind für mich völlig unerheblich, da es um die Emotionen und das Verarbeiten einer Mutter geht. Das Schweizer-Deutsch ist für einen reinen Deutsch-Leser manchmal ungewohnt, aber all das macht das Buch nur umso authentischer.

Das Buch ist nichts für schwache Nerven und trotzdem sollte es ein Jeder lesen – einfach bezaubernd und zwar durchweg themenbedingt traurig, aber doch auch kraftvoll, mutig und fröhlich– Ein Buch, das ich einerseits kaum aus der Hand legen konnte, weil es fesselt, andererseits brauchte ich Pausen, um all die Tragik zu verarbeiten. Ein wirklich gutes starkes und so liebevolles Buch – Hut ab vor dieser Mutter und Familie.

Ein Buch, das ich zu 100% weiterempfehlen werde und aus dem ich viel lernen und „mitnehmen“ konnte.

Ich wünsche der ganzen Familie weiterhin so viel Kraft, Mut und Lebenswillen, sowie Lebensfreude und gedenke Sina …. Ich werde mir ihren Stern am Himmel ansehen und ihm zuwinken. Danke!

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