China-PKV kein Vorbild für deutsche Versicherer

Pressemitteilung von Müller & Kollegen UG

Kategorie: Finanzen, Recht, Versicherungen



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In China ist man als Arbeitnehmer meist über eine Basiskrankenversicherung des Arbeitgebers versichert. Sie deckt die fundamentalen Leistungen im Krankheitsfall ab. Wer eine höherwertige Absicherung sucht, sollte privat eine zusätzliche Versicherung abschließen. Die private Krankenversicherung gewinnt in China offenbar immer mehr an Bedeutung. Zum heutigen Zeitpunkt erscheint es aber zweifelhaft, ob sich die privaten Krankenversicherer in Deutschland an ihrer chinesischen Konkurrenz orientieren können.

Keine Versicherungspflicht in China

Ein maßgeblicher Unterschied zwischen der chinesischen und der deutschen Krankenversicherung besteht darin, dass es in China keine Versicherungspflicht gibt. Man ist also nicht verpflichtet, sich gegen Krankheiten und ihre Behandlung zu versichern. Allerdings weisen Chinaexperten immer wieder darauf hin, dass man eine Absicherung abschließen sollte, wenn man im Krankheitsfall vernünftig behandelt werden will. Sonst müssen alle Kosten für medizinische Behandlungen privat gezahlt werden, und die können je nach Schwere und Dauer der Erkrankung erheblich sein. Dieser Grundsatz galt bis zur Einführung der Krankenversicherungspflicht im Jahr 2009 auch in Deutschland.

Arbeitnehmer genießen Basisabsicherung

Für die meisten Arbeitnehmer ist es möglich, über den Arbeitgeber eine Basiskrankenversicherung abzuschließen. Damit sind alle Leistungen für eine rudimentäre Absicherung im Krankheitsfall enthalten. Wer aber auf einem etwas höheren Niveau geschützt sein will, kann eine eigene Versicherungspolice abschließen. Hier steht dem Versicherten eine große Bandbreite an Tarifen mit Preisen und Leistungen zur Verfügung. Wenn eine Basisabsicherung über den Arbeitgeber nicht möglich ist, sollte man sich unbedingt privat versichern.

PKV in China nicht übergreifend geregelt

Ein universelles System für die PKV gibt es in China nicht. Deshalb weisen Experten darauf hin, dass die Preise stark abweichen können. Versicherungsexperten weisen darauf hin, dass die Bandbreite zwischen 3.000 Yen und 30.000 Yen im Jahr betragen kann. Es kommt letztlich auf Faktoren wie das Alter, die Krankheitsvorgeschichte und auch die Leistungen an, sie bestimmen die Preise für den gewünschten Versicherungsschutz. Eine Grundabsicherung für stationäre Aufenthalte und für Notfallbehandlungen ist relativ kostengünstig erhältlich. Extras wie Zahn- oder Augenbehandlungen müssen meist separat versichert werden, dafür ist mit höheren Kosten zu rechnen. Aus dieser modularen Gestaltung ergibt sich eine große preisliche Vielfalt. Vor dem Vertragsabschluss sollte man verstehen, wie die Selbstbeteiligung berechnet wird. Beispielsweise kann eine höhere Selbstbeteiligung an die Behandlung von Notfällen gekoppelt sein. Dafür sind die Versicherungskosten erheblich geringer. Zusammenfassend haben die Versicherer in China eine Fülle von Möglichkeiten, die Vertragsbedingungen mit den Kosten und den Leistungen nach Belieben zu gestalten.

Wenig Ansatzpunkte für deutsche Versicherer

Nach heutigem Stand scheinen die deutschen PKV-Gesellschaften einer stärkeren Regulierung ausgesetzt zu sein als die chinesische Konkurrenz. Beispielsweise unterliegen sogenannte Billigtarife mit rudimentären Leistungen, sehr hohen Selbstbeteiligungen und günstigsten Preisen einer kontinuierlichen Kontrolle durch die Aufsichtsbehörden. Selbst Abmahnungen sind im Einzelfall möglich. Als Grundsatz gilt außerdem, dass ein PKV-Tarif keine geringeren Leistungen enthalten sollte als die gesetzliche Krankenversicherung. In China haben die Gesellschaften heute freiere Gestaltungsspielräume bei der Festlegung der Preise und der Leistungen. Im Interesse des Kunden ist diese Freiheit meist nicht, er muss tendenziell mit einer großen Bandbreite der Preise rechnen und diese genau vergleichen, wenn er optimal versichert sein will.

Weitere News zum Thema Gesundheit und der privaten Krankenversicherung findet man auf www.private-krankenversicherungen.net/news/

Müller & Kollegen UG

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