Neues Buch über Unternehmensführung ohne Hierarchien:

Pressemitteilung von Europäische Fachhochschule Rhein/Erft GmbH

Kategorie: Bildung/Beruf



Werden Mitarbeiterträume wahr?

Den Chef wählen? Koordination statt Fremdbestimmung und Anweisung? Davon träumen wohl viele Mitarbeiter. In ihrem im Springer Verlag erschienenen Buch „Hierarchielos führen“ schreibt Prof. Dr. Michaela Moser von der Europäischen Fachhochschule (EUFH), warum morgen oder übermorgen schon Wirklichkeit sein kann, was heute noch wie Science Fiction klingt.

Prof. Moser beschreibt in ihrem Buch, wie eine zukunftsfähige Unternehmens- und Mitarbeiterführung jenseits von Hierarchien aussehen kann. Sie ist davon überzeugt, dass Hierarchien eigentlich ausgedient haben. Die Leiterin des Bereichs Managementkompetenzen und des Instituts für Persönlichkeits- und Kompetenzentwicklung an der EUFH will aber nicht einfach ungeliebten Chefs den Stuhl absägen. Sie hat natürlich Alternativen parat und begründet ein neues Modell moderner Unternehmensführung. „Man muss in Extremen denken, um sich irgendwann in der Mitte wiederzufinden“, sagt die Autorin, die für die Zukunft Unternehmen als große Netzwerke sieht. Solche Unternehmen organisieren sich selbst und bilden eigenständig projektbezogene Gruppen, die wiederum vorübergehend zweckbezogene Hierarchien herausbilden, die sich dann wieder auflösen, wenn sie nicht mehr benötigt werden. Die Gruppen koordinieren sich selbst und stimmen in Vollversammlungen über die wichtigen, strategischen Unternehmensbelange gemeinschaftlich ab.

Es klingt tatsächlich ein bisschen wie Science Fiction, denn eigentlich sind wir es ja gewohnt, dass sich Projektteams aus den gegebenen Hierarchien heraus bilden. Allerdings gibt es bereits heute erste Ansätze in die von Prof. Moser beschriebene Richtung und Unternehmen, in denen beide Prinzipien schon nebeneinander existieren. Und es gibt ja auch einige gute Argumente dafür. Heutzutage sind immer mehr Innovationen in immer kürzerer Zeit gefragt. Starre, schwerfällige Hierarchien passen nicht dazu, denn Innovation braucht Kreativität und hohe Autonomie. Außerdem beobachten wir aus gutem Grund den Trend, Entscheidungen in Richtung von Mitarbeitern mit Kundenkontakt zu verlagern, was Servicezeiten deutlich verkürzt. Nicht zuletzt weisen auch immer mündigere und selbstbewusstere Mitarbeiter sowie die fortschreitende Digitalisierung, bei der sich Informationen rasend schnell und eben nicht schwerfällig verbreiten, in dieselbe Richtung.

Prof. Moser ist sicher, dass eines Tages nur noch standardisierbare Routineaufgaben innerhalb von Hierarchien erledigt werden, wie wir sie heute kennen. „Vielleicht werde ich es nicht mehr erleben, aber es wird so kommen!“, sagt sie.

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