Photodynamische Therapie (PDT) zeigt auch 2017 ihr Potential in Forschung und Anwendung

Pressemitteilung von Licht gegen Krebs

Kategorie: Medizin/Gesundheit



Bad Homburg, 01.03.2017 - Die Erkenntnis, dass Licht in Verbindung mit intravenös verabreichten Photosensitizern Krebszellen sehr präzise eliminiert, weitestgehend ohne gesundes Gewebe zu beeinträchtigen, ist seit einigen Jahren bekannt: Die Freisetzung toxischen Singulett-Sauerstoffs schädigt die Tumorzellen und führt zu ihrer Zerstörung. Dass die PDT auch antibakteriell in Zukunft außergewöhnlich gute Dienste leisten könnte, bestätigt Prof. Dr. Volker Albrecht, Geschäftsführer der biolitec research GmbH. Prof. Albrecht vergleicht die Effektivität der Photodynamischen Therapie in ihrer bakteriziden Wirkung mit der von Antibiotika: "Allein oder im Verbund mit anderen Medikamenten wird die PDT in Zukunft auch Alternativen zu Antibiotika darstellen können. Bis sie im täglichen Gebrauch eingesetzt werden kann, ist allerdings noch viel Forschungsarbeit notwendig. Ich freue mich deshalb, dass wir immer mehr neue Projekte zu dem Thema durchführen werden".

PDT gegen chronische Wunden

Mediziner unter der Leitung von Chefarzt Priv.-Doz. Dr. Martin Kaatz am SRH Wald-Klinikum Gera untersuchen aktuell die Wirksamkeit von PDT bei der Behandlung chronischer Wunden, wie zum Beispiel von Geschwüren, die durch Venenschwäche bzw. Durchblutungsstörungen entstehen und durch Bakterien verursachte Infektionen hervorrufen ("offene Beine"). Dr. Kaatz schätzt beim Einsatz der PDT besonders die lokale und dadurch sehr gut kontrollierbare Anwendung auf die betroffenen Bereiche. Der photoaktive Wirkstoff dockt ausschließlich an den Bakterien an, jedoch nicht an den Hautzellen. Sobald Laserlicht gezielt auf die farblich gut erkennbaren Erreger abgestrahlt wird, kommt es zu ihrem Absterben. Chronische Wunden können endlich heilen.

PDT gegen chronische Parodontitis

In einer internationalen klinischen Studie von Forschern der Philipps Universität Marburg, der Medical Academy Bialystok in Polen, der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Universität Bern sowie in einer nationalen Studie der Universität Jena wurde die PDT kürzlich sehr erfolgreich bei der Behandlung gegen Parodontitis eingesetzt. Selbst bei allergründlichster mechanischer Reinigung konnten Patienten und Zahnarzt bislang nicht sicher sein, ob das Zahnfleisch entzündungsfrei bleibt und wieder am Zahn anwächst. Die Ergebnisse des Forscherteams legen nahe, dass die Zukunft der Parodontitis-Therapie in der Verbindung von mechanischer Reinigung, antibiotischer Absicherung sowie im "Feinschliff" durch den Einsatz von Licht und photoaktiven Wirkstoffen liegt. PDT führte zu einer "signifikanten Reduktion" der Bakterienherde.

PDT gegen das Prostata-Karzinom

Prof. Dr. Abdel-Rhamene Azzouzi, Urologe am Universitätskrankenhaus Angers in Frankreich, und Kollegen aus neun weiteren europäischen Ländern, darunter Prof. Dr. Christian Stief von der Ludwig-Maximilians-Universität München, forschten kürzlich am Einsatz von PDT bei lokal begrenzten Prostata-Karzinomen niedrigen Risikos im Vergleich zu Patienten, die nur aktiv überwacht wurden (Kontrollgruppe). Die Auswertung ergab signifikante Vorteile für den Einsatz der photodynamischen Therapie. Bei über der Hälfte der Kontrollgruppen-Patienten war nach zwei Jahren Beobachtung ein erneutes Wachstum der Tumorzellen festzustellen. Bei den Patienten, die photodynamisch behandelt worden waren, betraf das jedoch nur jeden vierten."

 

Kontakt

Licht gegen Krebs

Jörg Lüdecke

Louisenstraße 97

61348 Bad Homburg

06172/2715912

info@licht-gegen-krebs.de

www.licht-gegen-krebs.de

 

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