Valide Daten zu "Pflege plus" und wertvolle Erkenntnisse im Zusammenspiel von Pflegebedürftigkeit, Qualität und Personal

Pressemitteilung von Klosterbetriebe Untermarchtal

Kategorie: Medizin/Gesundheit



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Untermarchtal, 16. März 2017 – Valide Ergebnisse zu „Pflege plus“ und Impulse für eine zukunftsorientierte Weiterentwicklung der Organisation erhofft sich der Wohnpark Maria Hilf der Klosterbetriebe Untermarchtal. Nach erfolgreicher Datenerhebung über drei Tage mit Unterstützung vom ifsb, dem Institut für Soziale Berufe gGmbH, fließen nun die Ergebnisse in das aktuelle Forschungsprojekt PiBaWü zur „Pflege in Baden-Württemberg“ ein. Alle Beteiligten wie Land, Träger und Einrichtungen erhoffen sich damit wertvolle Erkenntnisse im Zusammenspiel von Pflegebedürftigkeit, Pflegequalität und Personalausstattung.

Die Durchführung ist als eine Teilerhebung zu sehen. Untersucht wurde der Wohn- und Pflegebereich St. Katharina, ein Bereich, in dem die Schwestern des Ordens auf ihrem letzten Weg, meist im höheren Alter, versorgt werden. Extra dazu angereiste Schüler der Fachschule für Altenpflege Wangen vom ifsb erfassten dazu in zwei Gruppen über 48 Stunden die im Vorfeld definierten Variablen. Unterstützt wurden sie von vier internen Multiplikatoren, die am Ende alle Daten zusammentrugen und an die Hochschule Vallendar weiterreichten. Die Ergebnisse werden im ersten Quartal 2018 veröffentlicht.

Das Projekt PiBaWü will vor allem zeigen, dass es sich positiv auf die Berechnung von Personalmengen auswirken kann, sollte es gelingen, die tatsächliche Bedürftigkeit für Menschen in der Pflege zu differenzieren.

„In unserer Einrichtung legen wir großen Wert darauf, alle BewohnerInnen individuell in ihrem Pflegebedarf wahrzunehmen“, erläutert Schwester Patricia Baumann, Heimleiterin vom Wohnpark Maria Hilf. „Ich gehe davon aus, dass so eine andere Pflegequalität ermöglicht werden kann, als in Einrichtungen, in denen BewohnerInnen weniger gut in ihrer Pflegebedürftigkeit unterschieden werden.“ Ein Ergebnis unter vielen anderen Aspekten, dass sich Schwester Patricia aus der Studie erhofft. „Die wissenschaftliche Arbeit im Wohnpark hat alle auf jeden Fall herausgefordert wie auch bereichert“, ergänzt sie noch abschließend.

„Wir haben uns an dieser Studie beteiligt, um unter anderem einen Vergleich zum Durchschnitt aller beteiligten Einrichtungen in Baden-Württemberg zu erhalten“, sagt Andreas Christian, Pflegedirektor vom Wohnpark Maria Hilf. „Uns stellt sich die zentrale Frage, ob es im Wohnpark die täglich angestrebte „Pflege plus“ auch tatsächlich gibt.“

Deshalb soll der Wohnpark zukünftig noch stärker für Forschung und Entwicklung geöffnet werden, um von einer eher subjektiven Selbsteinschätzung zu validen und im Vergleich zu anderen stabilen Ergebnissen zu kommen. Der Wohnpark Maria Hilf erhofft sich zudem Impulse für eine zukunftsorientierte Weiterentwicklung und Ausrichtung der Organisation.

Das Projekt PiBaWü ist eine Fortsetzung der beiden bereits stattgefundenen Projekte – DEMIAN für „Demenzkranke Menschen in Individuell bedeutsamen AlltagssituationeN“ in Zusammenarbeit mit der Universität Heidelberg und dem Lehrforschungsprojekt „Psychische Belastungen und Beanspruchungen Pflegender in der Schwerstpflege“ in Kooperation mit der Universität Freiburg.

Mit nach Hause nahmen die Schüler der Fachschule für Altenpflege Wangen vom ifsb nicht nur einen guten Überblick sondern auch das gute Miteinander aller Akteure im Pflegeheim. Den Schülern ist es sehr schnell gelungen, einen guten Kontakt zu allen herzustellen, so dass die Erhebung auf einer objektiven, natürlichen Ebene stattfinden konnte. „Bei uns entstand ein überaus positiver Eindruck“, unterstreicht Thomas Ebel, Fachbereichsleiter der Fachschule für Altenpflege Wangen vom ifsb. „Wir haben schnell den Eindruck gewonnen, dass die Bewohnerinnen sehr gut versorgt werden und genügend Pflegekräfte vorhanden sind, um eine ausreichend gute Pflege tagtäglich zu gewährleisten.“

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Die Klosterbetriebe gehören zur Genossenschaft der Barmherzigen Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul in Untermarchtal e.V. Eine Vielzahl unterschiedlicher Einrichtungen finden sich darin wieder, unter anderem gehört der Wohnpark Maria Hilf als Pflege- und Senioreneinrichtung mit dazu.

In Maria Hilf wird, basierend auf den christlichen Grundwerten, ein spezifisches Pflege- und Betreuungskonzept mit seelsorglicher Begleitung gelebt. Neben stationärer Pflege, die Tages- und Nachtpflege beinhaltet, nehmen Palliative Care und die Pflege dementer Menschen eine bedeutende Rolle ein.

Informationen zum Projekt selbst finden Sie unter:

www.pthv.de/pibawue/pibawue-das-projekt/

Weitere Informationen zum ifsb, dem Institut für Soziale Berufe gGmbH unter www.ifsb-rv.de

Die Projektlaufzeit ist von Anfang 2016 bis Ende 2018.

In 2016 erfolgten die Vorbereitung der Datenerhebung, die Organisation der zeitlichen Abläufe mit den jeweiligen Einrichtungen sowie die Erstellung eines Handbuchs für die Datenerhebung.

2017 ist für die Datenerhebung vorgesehen.

In 2018 werden die Ergebnisse an die Einrichtungen und Träger zurückgemeldet und der Abschlussbericht für das Ministerium sowie die (Fach-)Öffentlichkeit erstellt.

Der Wohnpark Maria Hilf wird die Ergebnisse im ersten Quartal 2018 vorstellen.

Ansprechpartner:

Schwester Patricia Baumann, Heimleiterin Wohnpark Maria Hilf

Freiherr-von-Speth-Str. 9

89617 Untermarchtal

Tel.: 07393 30 446

Fax: 07393 30 53923

sr.patricia@untermarchtal.de

www.untermarchtal.de

Andreas Christian, Pflegedirektor Wohnpark Maria Hilf

Freiherr-von-Speth-Str. 9

89617 Untermarchtal

Tel.: 07393 30 53300

Fax: 07393 30 53923

christian@untermarchtal.de

www.untermarchtal.de

Andrea De Ruiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Klosterbetriebe Untermarchtal

Margarita-Linder-Str. 8

89617 Untermarchtal

Tel.: 07393 30 280

Fax: 07393 30 571

deruiter@untermarchtal.de

www.untermarchtal.de

 

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